Scheitholz

Prinzip eines Holzvergaserkessels

Die heutigen Scheitholz-Feuerungsanlagen haben mit den herkömmlichen aus dem vorigen Jahrhundert nichts mehr gemein.
In einem dem Brennraum vorgelagerten Vorgang wird dem Holz auch die letzte Restfeuchte entzogen. Die im Brennraum entstehenden Schwelgase werden in einer so genannten Nachbrenn-Wirbelkammer mit Temperaturen über 1000 Grad verbrannt. So entsteht ein hoher Wirkungsgrad ohne Schaden für die Umwelt.

Der Vorratsbehälter eines Scheitholzofens muss im Gegensatz zum Pellet-Ofen öfter mit der Hand nachgefüllt werden, dieser hat aber einen großen Pufferspeicher, der verhindert, dass man mehrmals am Tag in den Keller gehen muss. Der Vorratsbehälter eines modernen Scheitholzkessels reicht - je nach Wärmestufe - bis zu acht Stunden.

Es ist deshalb ratsam, sich einen sogenannten "Pufferspeicher" neben dem Heizkessel installieren zu lassen, der überschüssige Wärme auffängt. Die Größe dieses Speichers muss mind. 25 Liter pro kW Heizleistung haben, möglichst aber das Doppelte. Je größer dieser Speicher, umso komfortabler ist das Heizen mit Holz: Wer in der Übergangszeit seinen 3000-Liter-Speicher auf 85°C aufheizt, kann dann für einige Tage den Heizkessel auslassen und speist sein Heizsystem aus dem "heißen" Vorrat. Weiterer Vorteil: Der Holzvergaserkessel fährt während der gesamten Betriebszeit optimale Volllast bei hohen Verbrennungstemperaturen. Die Emissionen bleiben gering und die Nachbarn klagen nicht über Rauchbelästigungen, die bei Festbrennstoffen im Teillastbetrieb (Verbrennungsluftmangel) unvermeidlich sind.